Hier zu finden ist ein Sammelsurium von Tips, die so im Laufe der Zeit bei der Benutzung von Debian GNU/Linux (einerseits eine Knoppix-Harddisk-Installation, andererseits mit Ubuntu) angefallen sind. Bitte beachten Sie bei den angeführten Problemen, daß eine vorgestellte Lösung nicht auf und in jedem Fall die korrekte sein muss (oder bei Ihnen überhaupt funktioniert). Benutzung folglich auf eigene Gefahr.
Startseite:
Als Startinformation für alle Benutzer von Debian (und die es werden wollen) greift man am besten zurück auf http://www.debian.org bzw http://www.at.debian.org/index.de.html (der Österreichseite, na ja ist halt deutsch, ansonsten kann am Seitenende die Sprache umgestellt werden)
Wie komme ich an eine Linux-CD
Am Einfachsten ladet man sich ein CD-Image aus dem Internet. Es gibt unzählige Distributoren, die Download-Möglichkeiten anbieten, jedoch nur eine „freie“. Debian ist eine Distribution, die von Grund auf von einer Comunity (dh ohne Firmenbackground) entwickelt wird. Distributionen, die auf Debian basieren, sind zB Knoppix und Ubuntu. Knoppix ist ein auf Live-CD spezialisiertes Debian, dh es kann Linux von CD bzw DVD booten und stellt, ohne die Festplatte anzugreifen, mittels Kompression über 2 GB (bei einer CD, 9 GB bei einer DVD) an Programmen zu Verfügung. Ubuntu bietet zwar auch eine Live-CD, zeichnet sich aber für eine Festplatteninstallation durch eine sehr gute Hardwareerkennung aus.
Wie kommt man an eine Debian-CD
Die passenden Links findet man unter http://www.debian.org/CD/index.de.html. Zu Bevorzugen ist der Download mittels BitTorrent, da dieses die Server am wenigsten Belastet. Wer keine Breitbandverbindung zum Internet hat, dem sei ein Download abzuraten. Hier gilt es ein Bekannten mit passendem Internetzugang um einen Gefallen zu bitten oder sich eine CD zu bestellen (siehe auch hier wieder http://www.debian.org/CD/index.de.html).
Wie kommet man an eine Knoppix-CD (DVD)
Die passenden Links findet man unter http://www.knopper.net/knoppix-mirrors/. Auch hier gibt es einen Download mittels BitTorrent. Es ist aber anzumerken, daß eine Knoppix-DVD immer wieder deutschsprachen Computerzeitschiften beiliegt, was vorteilhaft ist, wenn man keine Breitbandinternetverbindung hat oder einen Download einer ganzen DVD nicht durchführen will. Es ist aber anzuführen, daß eine Festplatteninstallation von Knoppix nur eingeschränkt empfehlenswert ist (es kann zu Problemen kommen - und in meinem Fall ist es auch – , die für einen Profi schnell lösbar sind, einen „Normalo“ aber zur Verzweiflung bringen können). Zum Antesten, ob Linux auf einem Computer funktioniert und zum Kennenlernen von Linux ist Knoppix aber ideal.
Wie komme ich an eine Ubuntu-CD
Die passenden Links findet man unter http://www.ubuntulinux.org/download/.
Handbuch:
Für Anwender von Debian GNU/Linux gibt es ein recht umfassendes Handbuch von Frank Ronneburg unter http://debiananwenderhandbuch.de/ (nomen est omen). Für Ubuntu gibt es ein Openbook unter http://www.galileocomputing.de/openbook/ubuntu/
Anfänger:
Sie sind Linux-Anfänger ? Dann ist möglicherweise die Seite http://members.aon.at/wickey/ was für Sie.
ADSL:
ADSL unter Linux zu Verwenden ist unter Umständen eine knifflige Sache. Die Seite http://howto.htlw16.ac.at/at-highspeed-howto-2.html bietet da eine ausführliche Info für Österreich.
Bootmanager LILO Konfigurationsprobleme:
Die Fehlermeldung „Fatal: Sorry, don't know how to handle device 0x0700“ deutet darauf hin, daß ein Device nicht angesprochen werden kann. In meinem Fall war ein Bild schuld, das auf einem LOOP-Device-Laufwerk lag. Gefunden werden kann die genaue Fehlerursache durch einen Aufruf von „lilo -v 2“.
Installprobleme mit apt-get (aber auch Synaptic oder Kpackage):
Immer wieder passiert es (zumindest mir), daß beim Upgrade ein veraltetes Paket nicht entfernt werden kann. apt-get schlägt in diesem Fall selber vor, die Abhängigkeiten mittels „apt-get -f install“ aufzulösen. Hat (zumindest) bei mir noch nie geholfen. Interessant war, daß es keine Abhängigkeiten von dem veralteten Paket zu einem anderen Paket gab (das würde „apt-get remove <paket>“ ja melden). Die Fehlermeldungen waren aber breit gestreut, von internen Fehlern war die Rede, aber auch von „dpkg-divert mismatch“. Lösen konnte ich die Probleme durch Entfernen des Paketes mittels „dpkg -- remove <paket>“.
Brennen von .bin oder .cue CD-Images:
bin/cue CD-Images können unter Linux in der Regel nicht gebrannt werden. Da hilft nur die Konvertierung in ISO- bzw CDR-Tracks. Dabei hilft zb das Programm BinChunker (http://he.fi/bchunk/).
Uhrzeit richtig eingestellt, aber Programme erkennen sie falsch:
Unter Linux läuft die Systemzeit auf UTC (= GMT / Greenwich). Die richtige Zeit stellt man über die Zeitzone ein. Der symbolische Link /etc/localtime zeigt auf den passenden Eintrag im Verzeichniss /usr/share/zoneinfo (zb „/usr/share/zoneinfo/CET“ oder auch „usr/share/zoneinfo/Europe/Vienna“). Erstellt wird der Link mittels dem Befehl „ln -sf /usr/share/zoneinfo/CET /etc/localtime“. Alternativ kann die Zeitzoneninfodatei auch nach /etc/localtime kopiert werden (zb „cp /usr/share/zoneinfo/CET /etc/localtime“). Siehe auch die englische Beschreibung unter http://www.linuxsa.org.au/tips/time.html.
Feststellen der Linux-Version
Am Einfachsten in der Konsole mittels dem Befehl „uname -a“.
Abspielprobleme mit Xine
Bei mir wollte Xine (bzw gxine) partout keine Videos wiedergeben. Die Lösung war in den Einstellungen unter Video / output den Eintrag „disable_scaling“ einzuschalten (nur zugänglich wenn man zuvor unter gui den „experience_level“ auf „Advanced“ setzt). Sollte es weitere Probleme geben ist die Seite http://wiki.ubuntuusers.de/Soundprobleme ein guter Anfang.
QEMU mit KQEMU
QEMU ist ein x86-Emulator, der zb geeignet ist um Windows zu starten. Um die doch recht langsame Geschwindigkeit auf Trab zu bringen, gibt es den Beschleuniger KQEMU. Diesen kann man aber nur einsetzen, wenn man QEMU (incl KQEMU) selbst kompiliert. Das ganze ist nicht weiter kompliziert, gibt es doch neben den Quelldateien auch noch eine entsprechende Installationsdokumentation auf http://www.qemu.org bzw. http://www.qemu.org/kqemu-doc.html. Leider sind bei einigen Distributionen nicht alle nötigen Pakete vorhanden, um QEMU+KQEMU zu kompilieren. Nötig sind einerseits „libsdl1.2-dev“ und „zlib1g-dev“. Zudem werden die passenden Kernel-Header benötigt (wenn die Abfrage der Linux-Version – s.o. - zb die Version 2.6.12-10-386 ergibt, so lauten die benötigten Pakete „linux-headers-2.6.12-10“ und „linux-headers-2.6.12-10-386“). Sollte die Erzeugung mittels „make“ mit Fehlermeldungen abbrechen, so ist möglicherweise die falsche Compiler-Version schuld. Geben sie dann zb „./configure - - cc=gcc-3.3 - -host-cc=gcc-3.3“ ein, um den Gnu C-Compiler in der Version 3.3 zu verwenden (was bei mir geholfen hat).
Login in GNOME nicht mehr möglich
Wenn nach Eingabe von Username/Password die Fehlermeldung „Your Session only lasted less then 10 seconds...“ erscheint, dann liegt wahrscheinlich ein Defekt der Datei „/home/[username]/.ICEauthority“ vor. Um das Problem zu beheben muss man sich nur als „root“ anmelden und die Datei (und nur die) löschen. Danach kann man sich wie gewohnt anmelden. Verursacher scheint das Programm k3b zu sein (vielleicht auch andere KDE-Programme). Beseitigen lassen soll sich Problem durch das Starten von k3b mittels „sudo k3b“ (in der Konsole) bzw. „gksudo k3b“ (als Menüeintrag).
Drucker geht nicht mit Mozilla Firefox oder Thunderbird unter GNOME
Firefox und Thunderbird (und sicher auch andere Programme) sprechen den Drucker standardmässig über das (Kommandozeilen-)Programm „lpr“ an. Dieses scheint aber mit manchen Druckern nicht zusammenarbeiten zu wollen. Wenn man statt dessen das Programm „gtklp“ installiert und unter Drucken - Eigenschaften - Druckbefehl „lpr“ durch „gtklp“ überschreibt, erscheint ein zusätzlicher Druckdialog, der einen problemlosen Ausdruck ermöglicht.
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